Ein seltsames System Teil 2

Ein Mensch entscheidet sich dazu, ein Haus zu bauen. Dazu leiht er sich Geld bei der Bank. Bei einer Investition von bspw. 200.000 Euro macht das inkl. Zinsen ca. 300.000 Euro, die er in den nächsten 25 Jahren zurückzahlen muss. Mit seiner Investition schafft er Arbeit für Baustoffhändler und Handwerker. Doch knapp ein Drittel seiner Zahlungen gehen, in diesem seltsamen System, an die Bank, die für eine Beratung und Unterzeichnung eines Kreditvertrages also 100.000 Euro verdient.

Für die Tatsache, Geld geliehen zu haben, welches es gar nicht gibt bzw. welches der Bank selbst gar nicht gehört. Die restlichen 200.000 Euro bekommen der Baustoffhändler und die Handwerker, die mehrere Wochen oder Monate an diesem Haus bauen, also arbeiten werden. Ist doch seltsam, oder?

Damit nicht genug. Der Mensch, der dieses Haus gebaut hat, wird jetzt Eigentümer. Und Eigentum verpflichtet. Weil die Politik seit dem Zweiten Weltkrieg, trotz ständigem Wirtschaftswachstum, immer mehr und neue Schulden angehäuft hat, benötigt der Staat immer neue Einnahmequellen.

Anstatt die Spekulation an Börsen zu besteuern, werden u.a. die Eigentümer zur Kasse gebeten. Dies mit immer neuen Steuern und Gebühren, u.a. die Grundsteuer, Kanalgebühren und natürlich die Erbschaftssteuer. Denn hat man sein Haus endlich, kurz vor dem Totenbett, abbezahlt, gehört es immer noch nicht der Familie. Nur unter der Bedingung, dass die nächste Generation Erbschaftssteuer zahlt, darf sie es behalten.

Wahnsinn! Warum wir uns das gefallen lassen? Wie der Selbstständige in meinem ersten Leserbrief, muss der Hausbesitzer jeden Tag seine Gedanken beim Rückzahlen des Kredites haben und weniger bei seiner Familie oder sich selbst.

Er muss hoffen, nicht krank zu werden oder seinen Job zu verlieren, sonst steht er schnell ohne Haus da. Denn bis zur letzten Rate gehört es der Bank, obwohl sie dafür nichts bzw. kaum etwas getan hat.

Wie gesagt: Geld kann nur mit wirklicher Arbeit verdient werden. Nur Menschen oder Maschinen arbeiten, ein Geldschein kann das nicht.

Wer Geld mit Geld verdient, tut dies immer auf dem Rücken anderer. Er lässt andere, als moderne Sklaven, für sich arbeiten.

Dies ist die Ursache für die Fehlentwicklungen in unserer Gesellschaft. (E.K. 21.05.2014)